Eilenburger Ruder-Erfolge

Am 13. und 14. Mai ging auf der Kiesgrube die 31. Frühjahrsregatta über die Bühne. Der ansässige Ruderclub ist in insgesamt 15 Rennen würdig vertreten worden. Die Junioren starteten oft mehrfach in gleicher Distanz und Bootsklasse. Die Saison ist noch jung und ein Regattastart immer noch das beste Mittel, um Wettkampfhärte zu trainieren. Außerdem konnten so unterschiedliche Besetzungen der Mannschaften ausprobiert werden.

Über 1000 Meter machte Colin Zemke im Junioren-Einer den Anfang. Der 15Jährige erreichte in einem stark besetzten Feld die viertbeste Zeit von 12 Startern. Der gleichaltrige Clemens Beier holte sich den 5.Rang als Leichtgewicht. Den ersten Triumph des Samstages konnte Rayk Bremme-Jung im Masters-Einer der Männer verbuchen. Vom Start weg verteidigte er seinen Vorsprung bis ins Ziel und freute sich am Siegersteg über die Goldmedaille. Die 13 Sekunden Zeitrelation auf seinen 23 Jahre jüngeren Jenaer Konkurrenten wären gar nicht nötig gewesen. Clemens Beier war auch im Junioren-Doppelzweier zusammen mit Timo Petraschke unterwegs. Die beiden erkämpften sich den fünften Platz.

Danach war der Junioren-Mixed-Doppelvierer großer Erfolgsspur. Maxi Kröckel, Max Böhme, Timo Petraschke, Helene Weist und Clemens Beier, diesmal als Steuermann fuhren nach einem Start bei schwierigem Seitenwind ein spannendes Rennen zum Sieg. Die Ehrung am Siegersteg musste wegen Einspruch der Gegner vom Dresdner Ruderverein warten, wurde dann aber vom Wettkampfgericht bestätigt. In verschiedenen Abteilungen waren am Sonntag nochmals zwei Junioren-Doppelzweier am Start. Sowohl Zemke/Beier, als auch Pospischil/Petraschke erreichten die Ziellinie nach 1000 Metern als Drittplatzierte. Sie wurden nach diesem Doppelerfolg mit einer schönen Urkunde belohnt.

 

Etwas komplizierter in Durchführung und Auswertung sind die Schlagzahlrennen, weil nicht nur die Geschwindigkeit sondern auch die Frequenz der Ruderschläge gewertet wird. Bei Tilmann Domin und Ole Völker (14 Jahre) reichte es für Platz fünf im Doppelzweier. Auf der 300-Meter-Sprintstrecke kamen die beiden RCE-Doppelzweier der Junioren Pospischil/Petraschke und Zemke/Beier nur eine halbe Sekunde nacheinander auf den Plätzen vier und fünf ins Ziel. Ihre Konkurrenz aus Pirna und Dresden brachte etwas etwas mehr Wasser zwischen die Bugspitzen. Tilmann Domin und Ole Völker starteten bei den 13/14- Jährigen ebenfalls noch einmal durch. Dank Schnelligkeit und guter Technik steuerten sie den Rennerfolgen der Eilenburger einen Silberrang auf der Kurzdistanz bei.

Erfreulich ist auch die Teilnahme von Clubmitgliedern, die man eher selten sieht. Zum Beispiel Isabell Krause im Sprintvergleich der Frauen (Einer). Da hätte man gern mehr davon. Bei zahlreichen ausgeschriebenen Mastersrennen war lediglich eines besetzt. Da müsste doch auch was gehen, zumal durch Zeitrelation quasi in jedem Alter ein fairer Vergleich möglich ist.

Wetter und Stimmung an der Austragungsstätte waren prinzipiell sehr gut. Nur die letzten drei Rennen am Sonntag gingen etwas in einem örtlichen Regensschauer unter, Schwamm drüber! Als Veranstalter hatte man in Eilenburg wieder alles im Griff. Der Ruderclub kann sich auf die Unterstützung sowohl aus eigenen Reihen als auch der DRK-Wasserwacht, der Feuerwehr und des FEZ verlassen. Vielen Dank dafür! RBJ